Sarkome

Was sind Sarkome?

Unter Sarkomen versteht man einen bösartigen Tumor ausgehend vom Stütz- bzw. Bindegewebe. Abhängig vom Ursprung des Tumors, lassen sich mehrere Sarkome unterscheiden, wie z.B. das Liposarkom (von Fettzellen ausgehend), das Leiomyosarkom (von Muskelzellen ausgehend), das Angiosarkom (von Blutgefäßen ausgehend) oder das Fibrosarkom (von Bindegewebszellen ausgehend) um nur einige zu nennen.

Gemeinsam ist allen Sarkomen, dass sie sehr früh in bzw. über die Blutbahn metastasieren. Sarkome treten überwiegend an den Extremitäten sowie am Rumpf und Retroperitoneum auf, wobei durchaus auch der Kopf oder der Hals befallen sein können. Eine eher seltene Form ist der Befall des Magen-Darm-Trakts, hier bezeichnet man diese Tumore als gastrointestinale Stromatumore (GIST).

Sarkomzentrum Frankfurt

Das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Sarkomzentrum Frankfurt ist eines von zehn Sarkomzentren in Deutschland. 2010 wurde es in die GISG (German Interdisciplinary Sarcoma Group) aufgenommen.

Besondere Expertise weist das sektor- und ortsübergreifende Zentrum in der Diagnostik und operativen Therapie von Weichteiltumoren auf und kooperiert deutschlandweit mit den wichtigsten Spezialisten wie z.B. den Kliniken des Main-Taunus-Kreises, dem Markus-Krankenhaus, der Frankfurter BG-Klinik bzw. der Universitätsklinik Heidelberg realisiert wird. Von diesem Expertennetzwerk profitieren die Patienten in besonderem Maße. Speziell ausgebildete Pflegefachkräfte der Onkologie – Sarkoma Care Nurse – begleiten die Betroffenen.

Da Sarkome alle Körperregionen betreffen können, hat das Sarkomzentrum Frankfurt folgende Schwerpunkte definiert:

  • Bündelung der Expertise zur Diagnostik und Therapie dieser seltenen Erkrankung mit über 80 histologischen Subtypen, garantiert durch die institutsübergreifende Struktur.
  • Die Therapie ist von besonderer Interdisziplinarität geprägt.
  • Die Komplexität der Therapie erfordert dabei einen besonders intensiven Dialog mit dem Patienten und den beteiligten Fachdisziplinen.
  • Therapieentscheidungen werden ausschließlich interdisziplinär getroffen und den individuellen Erfordernissen angepasst.

Besondere Behandlungsverfahren

  • Isolierte hypertherme Extremitätenperfusion (ILP)
    Wenn ein bösartiger Tumor in den Arm oder den Beinen so groß ist, dass eine vollständige operative Entfernung fast unmöglich ist und nur eine Amputation eine Lösung sein könnte, kann die sogenannte isolierte hypertherme Extremitätenperfusion helfen. Die isolierte Extremitätenperfusion (ILP) als lokales, zytotoxisches Therapieverfahren kommt bei primär nicht resektablen Weichgewebssarkomen oder Melanomen der Extremitäten zur Anwendung.
    Ziel dieses Verfahrens ist es, durch eine Verkleinerung der Tumormasse die Resektion des Tumors in einem zweiten Eingriff zu ermöglichen und damit einer Amputation zu entgehen.
  • Laserresektion von Metastasen
    An Lunge und Leber werden Metastasen organschonend mit einem Laser entfernt.
  • Mikrowellenablation
    Zerstörung mittels Intervention in Herdbefall. Die Mikrowellentechnik arbeitet mit Hitze; dabei arbeitet die Mikrowellentechnik umgekehrt, also vom Inneren des Tumors nach außen.
  • Intraoperative Strahlentherapie (IORT)
    In ausgewählten Fällen wie etwa peripheren Weichgewebssarkomen kommt auch die intraoperative Radiotherapie (IORT) zum Einsatz. Bei dieser Form der Therapie wird bereits während der Operation eine kleine Strahlenquelle genau an den Ort des Tumors gebracht. Die IORT eignet sich für Bestrahlungen im Bauchraum, weil so umliegende Organe gut geschützt werden können.
    Ob diese Form der Bestrahlung im individuellen Fall eine sinnvolle Option ist, erfahren unsere Patienten im Rahmen des Beratungsgesprächs vor der Operation.

Wir organisieren gern den Weg zum Spezialisten!

Ihr direkter Draht zum Spezialisten

Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach

Klinikum Frankfurt Höchst
Gotenstr. 6 – 8
65929 Frankfurt am Main

Neue Patienten und Privatpatienten

Patientenmanagement
montags bis freitags von 09.00 bis 15:00 Uhr

Telefon: +49 (0)69 3106-2437
Fax: +49 (0)69 3106-2499

E-Mail: patientenmanagement@KlinikumFrankfurt.de

Sarkomnachsorge (§116b-Patienten)

Dienstags 13.00 – 16.00 Uhr

Telefon: +49 (0)69 3106-4611
Fax: +49 (0)69 3106-3484

Sarkomstammtisch
Jährlicher lokaler Expertenaustausch

Regionale Sarkomtour
Jährlich in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation „Das Lebenshaus“ im Klinikum Frankfurt Höchst.

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach
Leiter des Sarkomzentrums Frankfurt am Main
Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie

Telefon: 069 3106-2285 | Fax: 069 3106-2499
E-Mail: chirurgie@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de

Dr. med. Felicitas Scholten
Koordinatorin des Sarkomzentrums
Leitende Oberärztin der Klinik für Innere Medizin 3 – Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin

Telefon: 069 3106-2437 | Fax: 069 3106-3280
E-Mail: felicitas.scholten@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de

Prof. Dr. med. Hans-Günter Derigs
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3 – Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin

Telefon: 069 3106-3320 | Fax: 069 3106-3280
E-Mail: onkologie@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de

Prof. Dr. med. Joachim Rom
Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Telefon: 069 3106-2339 | Fax: 069 3106-2555
E-Mail: joachim.rom@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de

Priv. Doz. Dr. med. Frank Bergmann
Chefarzt des Institutes für Pathologie

Telefon: 069 3106-2785 | Fax: 069 3106-3261

E-Mail: pathologie@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de

Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle
Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin,
Schwerpunkt Radiologie

Telefon: 069 3106-2818 | Fax: 069 3106-2511
E-Mail: radiologie@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de

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